Er involviert das Publikum in diesem Gerichts-Thriller in eines der grössten moralischen Dilemmas unserer Zeit und stellt jeden Einzelnen vor die Frage: Wie würden Sie entscheiden? Other readers will always be interested in your opinion of the books you've read. Eben wie man es sich vor Gericht vorstellt. Warum spricht hie⦠Wer sich also knapp zweieinhalb Stunden mit guten Schauspielern intensiv darüber Gedanken machen will, der besuche das Stück »Terror« im Theater Ulm! 2005 wurde ein Luftsicherheitsgesetz verabschiedet, welches erlaubte, ein entführtes Flugzeug im Notfall abzuschieÃen. Aufgelockert werden die auf der Bühne entstehenden Spannungen immer wieder durch den Vorsitzenden Richter (Fabian Gröver). Doch zuerst zum Anfang: Der abwechslungsreiche Einstieg weckte bereits das Interesse des Publikums. Für die Zuschauer der ARD-Gerichtsfiktion âTerror- Ihr Urteilâ schien das Urteil klar. Stephan Clemens und Jakob Egger scheinen die militärische Haltung in Mark und Bein aufgenommen zu haben. Wichtige Grundlage des Theaterstückes ist das Luftsicherungsgesetz, welches im Ernstfall den Abschuss von Passagierflugzeugen erlaubt, wenn es keine weiteren Optionen gibt. 2015 veröffentlicht Ferdinand von Schirach sein erstes Theaterstück, Terror, welchem nach der doppelten Uraufführung in Berlin und Frankfurt eine beispiellose Serie weiterer Inszenierungen auf zahlreichen Bühnen im gesamten deutschsprachigen Raum folgt. Alles in allem sind die Schauspieler in ihrer Rolle stimmig gewählt, sie spielten authentisch, ohne sich übertrieben in den Vordergrund zu drängen. Die entscheidenden Argumente liefern Staatsanwältin (Christel Mayr) und Verteidiger (Gunther Nickles), wobei die Spannungen zwischen den beiden immer wieder deutlich werden. / Als wäre das nicht schlimm genug, zieht sich diese Thematik/Frage durch das ganze Stück, zudem ist dieses scheinbare Argument eines der stärksten Argumente der Staatsanwältin, um für eine Verurteilung des Angeklagten Lars Koch zu stimmen. Das Stück macht den Zuschauer zum Geschworenen. Ich habe sogar Verteidiger gesehen, die gar keine Robe anhatten. Ein Kritikpunkt ist jedoch die Leinwand, die die Mimik und Gestik der Zeugen groà ins Publikum projizieren soll. Mit dem Vorsitzenden Richter kommunizieren die Zuschauer bereits zu Beginn der Aufführung; die ganze Zeit bleiben sie ein wichtiger Bestandteil der Aufführung. Eintönig wirkt das Geschehen auffallend dann, wenn die Zeugin Franziska Meiser, gespielt von Marie Luisa Kerkhoff, zu Wort kommt. Der angeklagte Major der Luftwaffe entschied sich, gegen das Gesetz zu handeln, um somit 70.000 Menschenleben zu retten. Das âºGerichtsverfahrenâ¹, das am Donnerstagabend mit einem Zuschauerentscheid ob schuldig oder nicht schuldig enden sollte, behandelt den Fall des Luftwaffenmajor Lars Koch (Jakob Egger), der des 164-fachen Mordes angeklagt wird und sich nun mit seinem Verteidiger Biegler (Gunther Nickels) vor Gericht verantworten muss. »Terror« im Fernsehen, Populismus vor den Toren der Justiz? Das Zivilflugzeug war zu dieser Zeit von einem islamistischen Terroristen entführt worden, um die Maschine in die überfüllte Allianz Arena in München zu lenken. Letzten Endes kann man sagen, dass das Stück »Terror« von groÃer gesellschaftlicher Relevanz ist. SIE ZU IST VERPFLICHTUNG ALLER STAATLICHEN GEWALT. Er fiel in der Nationalversammlung sogleich durch seine radikalen Vorstellungen auf. Doch als man sich am Ende entscheiden muss, lässt sich die Problematik des Stücks erkennen. Dies wurde auch von den Zuschauern in Form von kräftigem Applaus bestätigt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Stück sehr gut bei dem Publikum angekommen ist. In der Nachricht wird gesagt, dass sich die Muslime über seine Tat freuen werden und dass er im Namen Gottes handle. You can write a book review and share your experiences. Ein anderes Beispiel ist die Zeugin Frau Meiser, welche das Geschehen aus ihrer Sicht beschreibt. Meiser emotional den Standpunkt der Frau, deren Mann in dem Passagierflugzeug umkam. Lars Koch, Major und Pilot eines Kampfjets der Bundeswehr, entschied sich dazu, ein Flugzeug mit 164 Insassen abzuschieÃen, welches Kurs auf die Münchner Allianz Arena genommen hatte. In der Schauspielerleistung gibt es Licht und Schatten. Da man nur die Möglichkeit hat, sich radikal auf eine Seite zu stellen, habe ich das Theater nicht zufrieden mit meiner Entscheidung verlassen. Zu Beginn wird Zeuge Lauterbach verhört, welcher sich keiner Schuld bewusst ist, jedoch bei seinem Verhör mehr in die Bredouille zu geraten scheint als der geständige Angeklagte Koch. In dem veschlafenen Landstädtchen Ameria unweit der Hauptstadt soll ein gewisser Sextus Roscius einen Mord verübt haben. Im Vergleich zu den beiden Angestellten des Militärs wirkt sie an manchen Stellen übertrieben. Ferdinand von Schirach fordert in seinem ersten Theaterstück dazu auf, gemeinsam über den Wert des Lebens und die Würde des Menschen nachzudenken. Robespierres Denken war von Jean-Jacques Rousseau und der Aufklärung geprägt. Lars Koch soll ein Lufthansa Flugzeug, welches mit islamistischem Hintergrund auf dem Weg von Berlin nach München entführt wurde, entgegen des nicht gegebenen SchieÃbefehls des Verteidigungsministers abgeschossen haben. Biegler und Nelson bewegen sich in ihren Plädoyers gezielt über die schiefen Ebenen der Bühne, die in einem dunklen Braunton dem Zuschauerraum angepasst wurde. In der Vorbereitung auf meine Rolle habe ich viel Zeit als Zuschauer im Berliner Landgericht verbracht, um mir ein Bild vor Ort zu machen und in der Darstellung nicht auf die erstbesten Klischees reinzufallen. Dies lässt sich nicht zuletzt an der Reaktion der Zuschauer erkennen. 87 Prozent plädierten am Montagabend für nicht schuldig, nur 13 Prozent hielten ihn für schuldig. Meiser reiÃt dadurch im Prozess für den Betrachter nochmal einen weiteren Zugang auf: den der direkten emotionalen Betroffenheit. Aber nicht nur, dass vom Publikum erwartet wird sich zu erheben, ist ungewöhnlich, nein, es geht direkt damit weiter, dass während der gesamten Aufführung das Licht des Saals angelassen wird. Schuldig oder nicht? Dadurch wurden die Emotionen der aufgebrachten Zeugin Meiser hervorragend eingefangen. So beeinflussen nicht nur Verteidiger Biegler und Staatsanwältin Nelson (Christel Mayr), sondern auch die zwei Zeugen Oberstleutnant Christian Lauterbach (Stephan Clemens) und Witwe Franziska Meiser (Marie Luisa Kerkhoff) das Publikum. Ist dies jedoch die richtige Entscheidung gewesen? Die Maschine war von einem Terroristen entführt worden und drohte in die mit 70.000 Menschen gefüllte Arena hinabzustürzen. Der Terrorist war von einer Splittergruppe des IS und hatte die Intention, das gekaperte Flugzeug in das ausverkaufte Münchner Stadion zu stürzen. Was jedoch schlecht aufgefasst werden kann, ist der beabsichtigte Aufbau des Bühnenbildes. Eine Menschenmenge drängt sich auf dem Forum. Er ist genau die Persönlichkeit, welche dem ganzen Handeln Spannung und Abwechslung bringt. Er traf die Entscheidung bewusst. Das Publikum ist nämlich an diesem Abend selbst Teil der Aufführung. Sein Verteidiger merkt jedoch, dass die Überwachungskamera um eine Stunde vorgeht. Das ist wichtig, denn in der Stunde bis zum Auffinden er Leiche konnte jemand anders die Studentin ermordet haben. Demgegenüber werden die Zuschauer durch gezielte Bewegungen, Augenkontakt und direkte Ansprache der Schauspieler zum Publikum bei Laune gehalten, wodurch diese auÃerdem stets Teil des Geschehens bleiben. Sie war ein unbefristeter und uneingeschränkter Freibrief für den Ausbau der Diktatur. Percy Boheim verließ das Hotel also tatsächlich um 14.26 Uhr. Diese Aufmerksamkeit wird danach direkt auf den verteidigenden Anwalt Biegler, gespielt von Gunther Nickles, gelenkt, der durch seine lockere, offene und direkte Art überzeugend und sympathisch erscheint. Der Vorsitzende Richter (Fabian Gröver) eröffnet den Theaterabend, indem er klar macht, dass sich das Publikum nicht von Sympathie leiten lassen solle. Der Film TERROR gehört in das Genre des Gerichtsdramas. Zuschauer im Theater Ulm müssen sich entscheiden. Das war wahnsinnig spannend und lehrreich. Verdächtige und unerwünschte Personen konnten von nun an ohne Anklage, Beweise und einen Rechtsbeistand verh Auf dieses Element der Inszenierung hätte verzichtet werden sollen, da man auch keine Leinwände im Gericht vorfindet. Am 17. Gegen den Befehl seiner Vorgesetzten, schoss er ein Passagierflugzeug ab, das von einem Islamisten entführt wurde. In diesem Prozess, in welchem trotz moralischer Bedenken eine schwerwiegende Entscheidung getroffen werden muss, wird der Betrachter zur Meinungsbildung angeregt. Die Stimmung im Publikum war an diesem Abend zweigeteilt. Während ein Teil der Zuschauer sichtlich interessiert war, in einigen Momenten sogar laut lachte, etwa bei der Aufforderung aufzustehen, oder in die Aufführung hineinrief und zum Schluss dem ganzen Team groÃen Applaus spendete, gab es andere, die während der Vorführung desinteressiert zuschauten oder gar schliefen. AnschlieÃend wird er von einem Justizwachtmeister (gespielt von Jochen Schreiber) unterbrochen. Ein weiteres Problem ist, dass in Deutschland auf diese Weise nicht Recht gesprochen wird und die Situation somit unrealistisch ist. Jedoch wurde diese Möglichkeit ein Jahr später vom Bundesverfassungsgericht wieder aufgehoben. Das Ulmer Publikum liegt jedoch mit seinem Abstimmungsergebnis vollkommen im Trend, auch wenn sich ein Teil anscheinend nicht entscheiden konnte, ob es nun nach der Pause durch den Eingang für Freispruch oder Anklage gehen sollte und daher ganz drauÃen blieb. Somit signalisiert der Film, zumal bis auf Co Bao keine weiteren vietnamesischen Verbündeten eine Rolle spielen, dass den âgooksâ nicht zu trauen ist. Die Theaterbesucher wurden alle in die Rolle von Schöffinnen und Schöffen versetzt und konnten somit das Ende der Aufführung beeinflussen. Denn beide sind eben genauso, wie man sich einen Soldaten vorstellt. Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken Heft 815, April 2017, S. 61â69. Erst die Staatsanwältin Nelson (gespielt von Christel Mayr), dann die Protokollführerin (Agathe Taschke), anschlieÃend der Angeklagte Lars Koch (gespielt von Jakob Egger), welcher von dem Wachtmeister mit Handschellen an seinen Platz gebracht wird. später auch Nelsons Argumente und Vorwürfe nicht ganz griffig sind. Hinzu kommt, dass während der Zeugenaussagen deren Gesichter mit einer Livekamera auf eine Leinwand projiziert werden. Die Zuschauer werden als Schöffen mit in das Geschehen gezogen, und stimmen am Ende über die Zukunft des Angeklagten ab. Tatsächlich gab es hinterher ein Endergebnis, genauer gesagt waren es 255 Besucher, die gegen, und 282, die zugunsten des Kampfpiloten abstimmten. Zu guter Letzt der Verteidiger Biegler (Gunther Nickles), welcher etwas zu spät kommt. Mai 2017 / ... Der Verteidiger und die Staatsanwältin diskutieren an dem Fall die Frage, ob ein Menschenleben gegen ein anderes aufgewogen werden darf. Es spiegelt das aktuelle Problem wieder, dass unser Staat »den gröÃten Gefahren« ausgesetzt ist und die »Zeiten des Terrors« doch näher rücken, als man zu glauben scheint. »Terror« wird weltweit gespielt. Das Ulmer Publikum sollte sich nun entscheiden, ob Lars Koch frei gesprochen oder verurteilt wird, denn an diesem Abend entscheiden die Zuschauer, wie das Theaterstück ausgeht. Lars Eidinger als Verteidiger Biegler. Das bringt die Frage auf, ob man Menschenleben abwägen dürfe und dementsprechend selbstständig handeln solle? Zu F. von Schirachs âTerrorâ (= Humaniora / Kleine Schriften, Band 3), Lit, Münster / ⦠Gerade hat der Verteidiger das Wort ergriffen. Das GroÃe Haus hingegen nicht in eine übliche Bühne, sondern in einen offenen Gerichtssaal. Darüber hinaus freue ich mich, an einem Projekt beteiligt zu sein, das den Mut hat, sich über gängige Sehgewohnheiten hinwegzusetzen, schon allein dadurch, dass es kammerspielartig nur an einem Ort spielt. Von der ersten Sekunde an signalisiert bereits das Bühnenbild (Monika Gora), dass man sich in einem Gerichtssaal wiederfindet. Des Weiteren ist die Gegenüberstellung von Schuld und Unschuld ein zentrales Motiv, was durch die Verteidigung verstärkt wird. Er schildert detailliert das Geschehen und erklärt uns einige Begriffe der Militärsprache. Ein besonderes Lob an die Schauspieler: Meiner Meinung nach haben sie die Emotionen dem Publikum gut vermittelt. Wolfgang Schild: Verwirrende Rechtsbelehrung. Somit nannte man ihn vielfach den 'Retter von Paris'. Denn gerade, wenn die Frau Staatsanwältin Nelson, gespielt von Christel Mayr, anfängt, einen Zeugen zu befragen oder direkt den Angeklagten, wirken die Texte an manchen Stellen sehr zäh, um die Worte eines Zuschauers wiederzugeben, was auch aus meiner Sicht nicht ganz von der Hand zuweisen ist. Ein relativ knappes Ergebnis kann man daher sagen. Da dies alles für sie so selbstverständlich ist, müssen die beiden erstmal darum gebeten werden, sich so auszudrücken, dass es der Vorsitzende Richter und das Publikum verstehen. Im Fokus der Inszenierung unter Regie von Sarah Kohrs steht die Entscheidung um das Schicksal von Major Lars Koch (Jakob Egger). Das Bühnenbild führt die holzvertäfelte Wandoptik des Zuschauerraums weiter und erzeugt so den Eindruck, als wäre der Zuschauerraum Teil der Bühne, die einen Gerichtsaal darstellt. Lars Koch wird freigesprochen mit 282 Stimmen. Wie man aus vielen Gesprächen heraushören kann, beschäftigt diese Frage auch noch nach Ende des Stücks die Zuschauer. Themenseite in der Mediathek des Ersten: https:// www .dasers te .de/ u n t e r h a l t u n g / f i l m / t e r r o r - i h r - u r t e i l / i n d e x . Academia.edu is a platform for academics to share research papers. Ich kann das nur jedem empfehlen.«. Jeder Zuschauer versucht, einen guten Platz für die Verhandlung zu ergattern. Er trat ein für die Pressefreiheit, für das allgemeine Wahlrecht für alle Männer, für die Abschaffung der Sklaverei in den Kolonien und die Beseitigung der Privilegien des Klerus (der Geistlichen). 255 plädierten für âºSchuldigâ¹. Denn das alles sind Puzzlestücke, die letztendlich zur gesamten Aufführung gehören. Das Ergebnis der Abstimmung am Premierenabend fiel demnach relativ knapp aus (255 für schuldig und 282 für unschuldig) und Pilot Koch wurde freigesprochen. Zudem fühlt sich der Schöffe durch direkten Blickkontakt und unmittelbare Ansprache in den Prozess involviert. Viele Argumente werden ausgetauscht und letztendlich darf das Publikum entscheiden. Es handelt sich um das im Oktober 2016 schon in der ARD gesendete und auch an vielen Theatern, nicht nur auf deutschen Bühnen gespielte Schauspiel. Zuschauer im Theater Ulm müssen sich entscheiden. Der Angeklagte Lars Koch (gespielt von Jakob Egger) hat ein Flugzeug abgeschossen, welches von einem Terroristen entführt worden war. Die Stimmung um die eigentlich sehr ernste zentrale Frage wird immer wieder durch Stellen aufgelockert, etwa als die Militärwelt des Zeugen Oberstleutnant Lauterbach (Stephan Clemens) auf die des Richters prallt, oder durch die Kabbeleien zwischen der Staatsanwältin und dem etwas unkonventionellen Verteidiger. Julia Terjung, "Wir müssen begreifen, dass wir im Krieg sind". Learn vocabulary, terms, and more with flashcards, games, and other study tools. Doch wie soll man dies werten, wenn nach der Pause nicht alle zuvor besetzen Plätze wieder gefüllt wurden? ARD Degeto/Moovie GmbH/Julia Terjung ... Unter dem Titel âTerror: Ein Theaterstück und eine Redeâ gibt es das Schauspiel auch als Buch (Piper Verlag, München u. ⦠Hier finden Sie die internationalen Urteile. Ferdinand von Schirach (* 1964 in München) ist ein deutscher Strafverteidiger, Schriftsteller und Dramatiker. Das Ergebnis macht deutlich, dass die Entscheidung über das Schicksal eines Menschen keinesfalls leicht fällt. Lars Eidinger als Verteidiger Biegler | Bild: Koch schoss eine Lufthansa-Maschine mit 164 unschuldigen Passagieren ab, um zu verhindern, dass ein Terrorist das Flugzeug auf die vollbesetzte Allianz-Arena stürzte und dadurch 70â000 Menschen tötete. Am Ende seiner Aussage hinterfragt die Staatsanwältin die von niemandem beauftragte Räumung des Stadions. Das Verhalten meines Verteidigers in "Terror" habe ich auch im Landgericht beobachtet. Nein, dies ist nicht wieder eine erschütternde Nachricht über einen weiteren Terrorangriff, sondern das zurzeit laufende Stück im Theater Ulm. Start studying Latinum Ausgabe B: Lektion 9. Auf Dauer wirken diese ständigen Streitereien allerdings übertrieben. Im Rahmen der AG »Veranstaltungskritiken« beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler des Schubart-Gymnasiums mit Unterstützung der Theaterpädagogik und des Theaterkritikers Dr. Manfred Jahnke mit der Produktion »Terror« und verfassten dazu eigene Rezensionen. Spätestens gegen Ende der Inszenierung wird dem Zuschauer bewusst, dass für die Vertretung der Zeugin und Nebenklägerin Meiser (Marie Luisa Kerkhoff) eine starke Besetzung ausgewählt wurde, die durch einleuchtende und vernünftige Argumente das Publikum zu überzeugen versucht. TERROR VORSITZENDER MARTIN RENTZSCH LARS KOCH, ANGEKLAGTER NICO HOLONICS BIEGLER, VERTEIDIGER MAX MAYER NELSON, STAATSANWÄLTIN BETTINA HOPPE CHRISTIAN LAUTERBACH, ZEUGE VIKTOR TREMMEL FRANZISKA MEISER, NEBENKLÄGERIN CONSTANZE BECKER FERDINAND VON SCHIRACH URAUFFÜHRUNG. Lars Eidinger als Verteidiger Biegler | Bild: ARD Degeto/Moovie GmbH/Julia Terjung / Julia Terjung âTerrorâ von Ferdinand von Schirach (Rezension und kleine Theaterkritik) 7. Whether you've loved the book or not, if you give your honest and detailed thoughts then people will find new books that are right for them. Der junge Kampfpilot wird aufgrund einer Anklage des 164-fachen Mordes von dem Vorsitzenden Richter (Fabian Gröver) verhört.⨠Lars Koch soll ein Flugzeug der Lufthansa mit 164 Insassen abgeschossen haben. Fabian Gröver wird der autoritären Rolle als Richter gerecht, jedoch wirken manche Stellen auch bei ihm unnatürlich. Der Vorsitzende Richter (gespielt von Fabian Gröver) eröffnet die Sitzung und weist das Publikum daraufhin, sich nicht von Sympathie leiten zu lassen. Am Abend des 17. Nachdem alles geklärt worden ist, wurde der erste Zeuge Christian Lauterbach (gespielt von Stephan Clemens) in den Zeugenstand gerufen. Man wird immer wieder von der einen Seite auf die andere gezogen. Die Staatsanwältin, welche die Nebenklägerin Frau Meiser unterstützt, führt als Hauptargument das Tötungsverbot und den Satz »die Würde des Menschen ist unantastbar« an. Eine wie für den Theaterschauspieler gemachte Figur nimmt unterdessen Lars Eidinger ein: Als Verteidiger ist zwischen moralisch fundierter Wut und scheinbar hoffnungsloser Resignation ⦠Wenn der Vorsitzende Richter zu Beginn der Verhandlung (= Vorstellung) an die Rampe tritt und den Schöffen (= Publikum) erklärt, dass sie zunächst mal alles vergessen sollen, was sie schon wissen, möchte man das ganz unabhängig von dieser juristischen Simulation auf die Zuschauer in Ihrer Abonnenten-Urgestalt umwidmen. Durch seine »alles als selbstverständlich sehende« Einstellung wird das Publikum immer wieder zum Schmunzeln angeregt. Auch wenn die Inszenierung die klischeehafte, juristische Trockenheit vorführt, kann sich der Zuschauer unmöglich von dem dargestellten Prozess abwenden, da ihn die fesselnden Plädoyers aufmerksam halten.⨠Dadurch, dass es kein groÃes Geschehen auf der Bühne gibt, hat das Gericht eine umso realere Wirkung. In dem Theaterstück geht es um einen Bundeswehrpiloten, welcher des 164-fachen Mordes angeklagt wird. Timeline des aktuellen Star Wars-Kanons, der seit 2014 unter der Regie der Lucasfilm Story Group entsteht. Die Entscheidung des Publikums für Freispruch fiel sehr knapp aus: 255 waren für schuldig und 282 für nicht schuldig. In »Terror« treibt Ferdinand von Schirach das Problem, zwischen gesetztem Recht und persönlichem Gewissen entscheiden zu müssen, auf die Spitze: Darf man 164 Menschen opfern, um 70.000 zu retten? Angeklagt des 164-fachen Mordes ist Major Lars Koch (Jakob Egger). Gleich zu Beginn des Stückes unter Regie von Sarah Kohrs schwört der Vorsitzende Richter (Fabian Gröver) das Publikum, welches als Schöffen agiert, auf seine Aufgabe ein. Der Zeuge und der Angeklagte sind ein Schauspiel für sich. TERROR von Ferdinand von Schirach PREMIERE 29.9.16 KLEINES HAUS Aufführungsdauer 2 ½ Stunden, eine Pause Aufführungsrechte: Gustav Kiepenheuer Bühnenvertriebs-GmbH, Berlin ARTIKEL 1 (1) DIE WÜRDE DES MENSCHEN IST UNANTASTBAR. Ihre Trauer gilt ihrem verstorbenen Mann, der in dem Unglücksflugzeug gesessen hatte, wenn auch ihre bzw. Man kann sich nur für schuldig des 164fachen Mordes (d.h. lebenslang) oder nicht schuldig (keinerlei Konsequenzen) entscheiden. | Mobile Version, seiner Ansicht nach ⦠Letzterer wirkt sogar bei der Verbeugung am Ende so steif wie ein Soldat beim Marschieren. 282 gegen 255 Ferdinand von Schirach: Terror. Ulm â Das Publikum des Theater Ulm sollte sich am 17.01.2019, der Premiere des Stückes »Terror« von Ferdinand von Schirach, der Frage stellen, ob Lars Koch (Jakob Egger) ein Held oder ein Mörder ist. Meiner Meinung nach enthalten Stück und Aufführung auch einen Logikfehler: Die Staatsanwältin stellt dem Angeklagten die Frage, ob dieser hätte wissen können, ob die Passagiere der entführten Maschine es ins Cockpit der Maschine geschafft hätten. TERROR VORSITZENDER MARTIN RENTZSCH LARS KOCH, ANGEKLAGTER NICO HOLONICS BIEGLER, VERTEIDIGER MAX MAYER NELSON, STAATSANWÄLTIN BETTINA HOPPE CHRISTIAN LAUTERBACH, ZEUGE VIKTOR TREMMEL FRANZISKA MEISER, NEBENKLÄGERIN CONSTANZE BECKER FERDINAND VON SCHIRACH URAUFFÜHRUNG. Ein Mordprozeß ist anberaumt, der ungewöhnlich spannend zu werden verspricht. Diese Frage mussten sich die Zuschauer im Theater Ulm in ihrer Rolle als Schöffen stellen. Kurz darauf betritt der Rest der Schauspieler die Bühne. Doch sein Ziel hat das Stück dennoch erreicht: Man wird zum Nachdenken angeregt, denn existenzielle Entscheidungsfragen sind oft nun mal einfach nicht mit ja oder nein zu beantworten. Da der Vorwurf hauptsächlich auf das Argument »die Passagiere hätten das Cockpit stürmen können« gestützt ist, was seit 9/11 nicht mehr möglich ist, nimmt es der Schwere des Vorwurfs allerdings ein wenig den Wind aus den Segeln â wenn man so will, ein Konstruktionsfehler des Stücks. Unter dem Titel Nsala of Wala in the Nsongo District (Abir Concession) (englisch für âNsala aus Wala im Distrikt Nsongo (Abir-Konzessionsgebiet)â) erschien 1904 im Werk King Leopoldâs Rule in Africa von Edmund Dene Morel ein Foto, das einen Kongolesen namens Nsala bei der Betrachtung eines abgetrennten Fußes und einer abgetrennten Hand seiner etwa fünfjährigen Tochter Boali zeigt. Nein, sie befinden sich in einer Gerichtsverhandlung. Dessen Plan war es, das Flugzeug in die an diesem Abend voll besetzte Allianzarena zu fliegen. xxx, Der Militärarzt, 3. pour servir à ⦠Januars 2019 erwartet das Ulmer Publikum eine enorme Abwechslung im GroÃen Haus, denn die Zuschauer verwandeln sich in Schöffen. Das Unglücksgeschehen wird hauptsächlich vom Zeugen Lauterbach (Stephan Clemens) dargestellt, welcher ebenfalls ein Soldat der Luftwaffe ist. Doch hier handelt es sich nicht um einen technischen Fehler oder einen vergessenen Lichtschalter, sondern um einen Teil der Inszenierung von Sarah Kohrs. Verstärkt wird dies durch das stetig im Zuschauerraum brennende Licht. Hier lesen Sie alle Eindrücke unserer jungen Rezensentinnen und Rezensenten. Einerseits gibt es die ehrgeizige, starke Staatsanwältin Nelson (Christel Mayr), die sich für die junge, alleinerziehende Witwe einsetzt, deren Mann an dem Angriff verunglückte. Das Urteil fiel relativ knapp aus - mit 282 Besuchern, die für einen Freispruch stimmten und 255 Besuchern, die den Piloten schuldig sprachen. Im Kontrast zur Seriösität der ernsten Staatsanwältin wird die Rolle des Verteidigers Biegler als mürrisch und ironisch verkörpert. Zu der Handlung passend wird das Publikum aufgefordert sich zu erheben, als der Vorsitzende Richter, gespielt von Fabian Gröver, die Bühne betritt. Ein typisches Szenario in einem Gerichtssaal. Hierbei steht ein rationales Denken ohne jeglichen Sympathieeinfluss im Fokus. Und genau dort kam die Aufgabe des Publikums zum Vorschein. Das Theater Ulm folgt mit der Inszenierung des Stückes »Terror« von Ferdinand von Schirach im GroÃen Haus einem Hype, der zwar schon einige Jahre zurückliegt, versucht aber durch Realismus und Einbezug des Publikums eine Nähe zum Zuschauer aufzubauen, entsprechend dem Motto der Spielzeit 2018/19: »neigschmeckt«. Herr Biegler (Lars Eidinger), der Verteidiger, hält dagegen, dass kein Prinzip im Einzelfall wichtiger als das Leben von 70 000 Menschen sei. Da kann man nur darauf gespannt warten, wie es bei den folgenden Aufführungen im Ulmer Theater ausgehen wird für Major Lars Koch. Richter, Verteidiger und Staatsanwältin trugen bei der Aufnahme Roben, der Pilot eine Uniform. Es wurde auch mit dem Publikum interagiert, so etwa zu Beginn durch die an die Zuschauer gerichtete Aufforderung, sich zu erheben sowie durch die Abstimmung am Schluss. Damit wird der Betrachter in den âºGerichtssaalâ¹ integriert, was extrem gut gelingt (Ausstattung Monika Gora). Im GroÃen und Ganzen spielen die Plädoyers eine wichtige Rolle, da sich aus der Tatsache, dass man einzelne Leben nicht gegeneinander abwiegen dürfe, und aus dem Fakt, dass dies in seltenen Fällen gegebenenfalls doch passieren müsse, um ein kleineres Ãbel zu verursachen, der Kernpunkt der Entscheidung ergibt. Das wiederum spiegelt die Umstrittenheit des Themas »Terror« in der heutigen Gesellschaft und zeigt, dass diese Frage immer noch gesellschaftlich relevant ist, vielleicht relevanter denn je. Seit dem Terroranschlag am 11. Die sich in diesem Prozess gegenüber stehenden Seiten werden von Christel Mayr als Staatsanwältin Nelson und Gunther Nickles als Verteidiger Biegler repräsentiert.
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